Flaschengärung, Traditionelle

Flaschengärung, Traditionelle

 

Spricht man von Traditioneller Flaschengärung, ist damit die französische „Méthode Champenoise“ gemeint. Außerhalb der Champagne darf dieser Begriff allerdings nicht mehr verwendet werden. Beides steht für die zweite Gärung des Weines in der Flasche (auch „klassische Flaschengärung“).

Bei der Urmethode der Sektherstellung, der Méthode Champenoise oder eben Traditionellen Flaschengärung, findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt. Man gibt Zucker und Hefe zur Weinkomposition, verschließt die Flaschen mit einem Kronkorken und lässt sie nach der Gärung noch monatelang im Keller ruhen. Dann werden die Schaumweinflaschen beim Rüttelverfahren waagerecht in Rüttelpulte gesteckt, vier Wochen lang täglich gerüttelt und dabei immer senkrechter mit dem Kopf nach unten aufgerichtet.

Schließlich hat sich die Hefe völlig im Flaschenhals angesammelt. Die Flaschenhälse werden dann durch ein Solebad geführt, sodass die Hefe einfriert. Öffnet man die Flasche, fliegt der Hefepfropfen heraus. Dieses Verfahren wird Degorgieren genannt. Dann folgen Versanddosage und Verschluss der Flasche mit Korken, Sicherung durch den Drahtbügel (auch Agraffe genannt) und die markentypische Ausstattung.

Um den Begriff „Flaschengärung“ auf das Etikett schreiben zu können, stellen manche Sektkellereien ihren Sekt auch nach der Transvasiermethode her. Die ist zwar selten, ändert allerdings auch nichts an der Qualität: Der Sekt vergärt in großen 2-Liter-Flaschen, wird danach unter Gegendruck in große Behälter gegeben, durch Filtration von der Hefe befreit und dann in neue Flaschen abgefüllt.